Defying Gravity

Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail better.

Manchmal knallt dir das Leben so richtig einen vor den Latz. Und manchmal bist du der Latz und knallst vor das Leben.

Vor zwei Wochen habe ich den ersten Sturz meiner Läuferkarriere hingelegt – es gibt eben für alles eine Premiere. Ich bin aber nicht einfach nur gefallen. Ich bin mit der Wucht eines Kometen in die Erde eingeschlagen. Und zur Krönung nur ungefähr zweieinhalb Meter neben den Bauarbeitern, die dort seit Monaten ein Haus aus der Erde ziehen, die ich Sekunden vorher noch gegrüßt hatte und die nun Augenzeugen meiner unfreiwilligen Flugshow wurden.

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That’s Where You’re Wrong

Ausdauersport bringt einem ziemlich gut bei, sich seine Kräfte gut einzuteilen. Dass dies wichtig ist, kannst du bei jedem Stadtlauf beobachten: viele Läufer sprinten beim Startschuss los, als wäre der leibhaftige Teufel hinter ihnen her und legen hinter der nächsten Kurve röchelnd und keuchend eine Gehpause ein.
In diese Falle kann man als Läufer wieder und wieder fallen, weil es sich im ersten Moment einfach richtig anfühlt. Du stehst geraume Zeit mitten im Pulk, die Anspannung steigt, das Adrenalinlevel auch, du hast viel für diesen Tag trainiert, du bist heißt, du willst los, dann kommt der Knall und du lässt dich von der Masse mitziehen, du kannst diese Geschwindigkeit auch laufen, es geht doch, warum jetzt bremsen, im Wettkampf ist man immer schneller als im Training, die Kraft steckt in den Beinen, du spürst die Stärke und die Spritzigkeit, was kann es schon schaden… und dann ist der Tank leer.

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Das Leben in den Zeiten der Corona II

Corona-II

Eine Ewigkeit ist vergangen in elf Tagen. Die Ereignisse haben sich mit Lichtgeschwindigkeit überschlagen, Shutdown, Ausgangssperre, Kontaktverbot, social distancing lauten die Vokabeln der Stunde, jemand hat die Pausetaste gedrückt, doch das Leben geht weiter.
Corona hat den Allmachtsphantasien des Menschen einen Stinkefinger gezeigt. Wir leben alle auf derselben Erde, ein Virus interessiert sich nicht für politische Scharaden, es verhandelt und verbündet sich nicht. Die ganze Zeit muss ich an Spezies 8472 denken, erinnert sich noch jemand?

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Das Leben in den Zeiten der Corona

Das neue Virus ist eigentlich das Letzte, worüber ich schreiben wollte, denn ich kann es nicht mehr hören. Und ich will es auch gar nicht mehr. Egal, wohin ich mich drehe und wende, das Thema begegnet mir überall, jeder sagt was anderes und irgendwo ist damit auch irgendwie von irgendwem alles gesagt. Muss ich mich da jetzt unbedingt auch noch mit einmischen?

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Moment Of Surrender

Es läuft, las ich letztens auf einer Postkarte, rückwärts und bergab, aber es läuft. Klingt passend. Tagelang habe ich mein Lauftraining nun schon in den Wind geschossen (genauer gesagt in das Sturmtief Sabine). Zwar bin ich kein reiner Schönwetterläufer, ein bisschen Regen und eine s-teife Brise halten mich nicht ab (ja, schon gut, selten, *augenroll*), aber bei Sturmstärke 12 mit Regenhagelgraupel nebst fliegenden Mülltonnen, Trampolinen und diversem Gartengerät kann ich mich gerade noch beherrschen.

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Come On Come On

Heute stehen 15 langsame Kilometer auf dem Plan. Darauf freue ich mich schon seit Tagen, denn es ist die erste Einheit in meinem aktuellen Trainingsplan, die mich mein neues Ziel nicht nur denken, sondern auch fühlen lässt: ein Halbmarathon. (So, jetzt ist es raus!)
Ich mag lange und langsame Einheiten, weil sie vollkommen stressfrei sind, ich muss nicht viel machen und auf wenig achten. Schon nach kurzer Zeit schaltet mein Cockpit auf Autopilot und ich mache mir keine Gedanken mehr darüber, wie weit es noch ist und wie lange ich noch muss. Die Maschine läuft und ich einfach mit ihr mit. Heute scheint auch noch die Sonne. Ein Träumchen.
ABER.

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Dead Promises

Viele Sprüche werden geklopft, wenn ich mich so umhöre. Finde ich gut, ich bin nämlich auch ein leidenschaftlicher Hobbyklopfer. Ich liebe Sprüche. Außer manche. Na gut, außer die meisten. Vor allem die, bei denen ich mich frage: meint der das ernst? Oder ist das bloß Getue?

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